IKS-Blog

Deutsch lernen in Bayern – sprechen Bayern Deutsch?

Ist das Deutsch? Wia geht’s eerna heit?“  … Deutsch lernen in Bayern trifft auf die nicht unerheb­liche Schwie­rigkeit, dass die Menschen im Alltag oft nicht so sprechen, wie im Deutsch-Lehrwerk … Das ist natürlich nicht nur in Bayern so.

In Alltags­ge­sprächen, gerade auch im Betrieb und im Büro, sollten sich deutsche Mutter­sprachler sehr bewusst sein, dass Kollegen und Kolle­ginnen, die Deutsch lernen, eine ziemliche Hürde zu bewäl­tigen haben, wenn im Arbeits­alltag Bairisch gesprochen wird. Kann gut sein, dass sie kaum die Hälfte des Gesagten wirklich erfassen, und es keineswegs am Fachlichen liegt, wenn sie an Wörtern, Sprach­par­tikeln und Phrasen hängen­bleiben, die sie partout nicht einordnen können und in keinem Deutschbuch finden.

Schon gewusst?

Das Sprach­gebiet der bayeri­schen Dialekte, also auch Fränkisch sowie Nord‑, Mittel- und Südbai­risch, Schwä­bisch und Aleman­nisch, ist das größte deutsche Dialekt­gebiet, gesprochen von etwa 12 Millionen Menschen in Bayern, dem größten Teil Öster­reichs sowie in Südtirol (Italien).

Das Standard­hoch­deutsch wurde später als künst­liche Ausgleichs­sprache entwi­ckelt (wegen der vielen Dialekte …). Der Unter­schied zwischen Bairisch und Standard­hoch­deutsch ist z. B. größer als der zwischen Dänisch und Norwe­gisch oder zwischen Tsche­chisch und Slowakisch.

Deutsch alltags­tauglich

Dazu gehört aber auch, dass viele nicht mehr den örtlichen Dialekt sprechen, sondern eine Art Ausgleichs­bai­risch“: d. h., weniger klein­räumige Unter­schiede und für viele Begriffe gibt es gar kein Dialektwort mehr – es wird der hochsprach­liche Begriff verwendet.

Die deutsche Sprache ist also sehr vielfältig und das Standard­hoch­deutsch aus dem Lehrwerk wird Deutsch­lernern im Alltag und in der Firma generell eher selten begegnen. Je nach Region und Umfeld lohnt es sich, den Leuten aufs Maul zu schauen“, und auch darauf zu achten, dass das Sprachen­lernen alltags­tauglich ausfällt für die, die Deutsch erst lernen.

Und bei den Mutter­sprachlern wiederum ist es sehr hilfreich für den Sprach­erfolg, wenn das Bewusstsein für die möglichen Hürden in der Kommu­ni­kation wächst – dann klappt es besser mit der Integration ins Kollegenteam!

Bei IKS gibt es die passende Unter­stützung: